Freitag, 29. Juli 2022

[Rezension] Duckmäuser





Titel: Duckmäuser
Verlag: BoD- Books on demand
Autor: Wolfgang Ehemann
Seitenanzahl: 256 Seiten
Preis: 14,39€  (Amazon)













Klappentext:

Wer hat es sich nicht schon einmal gewünscht: in die Zukunft sehen zu können? Hilmar Hitzler hat diese Gabe, ohne sie sich je gewünscht zu haben. Ganz im Gegenteil: Er weiß, dass sein Charakter dafür einfach nicht geeignet ist. Zum Helden ist er so gar nicht geboren. Dennoch fühlt er sich verantwortlich für das, was geschieht. Hätte er nicht in das Geschehen eingreifen können oder sogar müssen?

Hilmars zutiefst menschliche Odyssee ist eng verknüpft mit den Ereignissen des 20. Jahrhunderts, die unser Leben bis heute prägen. So wird seine Geschichte gleichzeitig auch ein Stück weit zu unserer eigenen.





Meine Meinung:

Zunächst ein herzliches Dankeschön an den Autor Wolfgang Ehemann für die Bereitstellung des ebooks. An dieser Stelle auch nochmal eine kleine Entschuldigung, dafür, dass das etwas länger gedauert hat.

Hilmer Kitzler ist ein Kind, welches schon mit 7 Jahren erkennt, dass es - im Vergleich zu anderen Kindern- ein wenig anders ist. Hilmer hat eine Gabe, die sowohl Segen und Fluch ist. Er ist nämlich in der Lage in die Zukunft zu blicken. Konkret gesagt: Er hat Visionen, die meistens tödlich enden. Dementsprechend ist Hilmer ein Kind, welches wenig bis kaum Freunde hat. Eher wird er von anderen gehänselt. 

Seine Träume werden mit der Zeit immer intensiver und das Problem ist, dass er zwar in die Zukunft blickt, aber nichts unternimmt, um die Unglücke zu verhindern. Da kommt auch der Titel in Spiel, denn ein Duckmäuser (in österreichischen „duckmausa“) ist jemand, der seine Meinung nicht zu sagen wagt, sie auch nicht bei entgegengesetzten Meinungen entgegenstellt. Er sagt demnach immer „ja und amen“ und ihm fehlt die Courage einzuschreiten.

Durch eine Vision lernt er Camilla kennen. Sie zieht gemeinsam mit ihrer Mutter, einer Wahrsagerin, mit dem Zirkus von Stadt zu Stadt und unterhält das Publikum mit waghalsigen Nummern. Auch dieses Unglück kann Hilmer nicht verhindern und die zunächst unabhängigen Leben von Camilla und ihm verknüpfen sich dadurch.

So unspektakulär das Cover des Buchs ist, desto interessanter und packender ist der Inhalt. Diesen würde ich als melancholisch und leicht traurig bezeichnen, weil im Leben von Hilmer ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Der Autor beschreibt genau wie es dem Protagonisten durch die Zurückgezogenheit und die vielen Rückschläge geht. Sowohl emotional als auch sozial.

An dieser Stelle ist auch der Schreibstil von Wolfgang Ehemann hervorzuheben. Sehr wortgewandt und ein bisschen humorvoll an der richtigen Stelle.

Das Buch bleibt auf jeden Fall im Kopf. Es ist keines, welches man schnell lesen kann, weil es luftig leicht ist. Stadtessen hat es eine tiefe Bedeutung und man liest weiter, weil man einfach wissen will, wie der Protagonist sich weiter durch das Leben schlägt.

Zusammenfassend: Mir hat das Buch gut gefallen, weil es einen auch zum Nachdenken bringt, aber auch durch viele interessante Wendungen die Geschichte unterhaltsam macht. Ich würde „Duckmäuser“ als oder Abwechslung zu den locker leichten Belletristik-Romanen sehen, die meist nach einmal lesen ihren Zauber verlieren. Hier bleibt die Geschichte jedenfalls lange im Kopf.

 

Fazit:

"Duckmäuser" hat mir durchaus gut gefallen und einige schöne Lesestunden bereitet. Wer demnach nichts gegen ein wenig Melancholie und Traurigkeit hat und schwarzen Humor mag, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten.

Dieses Buch bekommt von mir heute 4 Killerherzen. 










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