Samstag, 3. August 2019

Drei Schritte zu dir - Der Film

Halli hallo ihr Lieben,

vor zirka zwei Wochen war meine Freundin Kim, mit der ich schon einige Konzerte besucht und über viele Bücher gequatscht habe, zu Besuch. Es war wie immer ein tolles Erlebnis. Beispielsweise waren wir ein paar Tage in Venedig und haben uns da die Gegend angesehen und einfach mal so richtig den Sommer genossen. Natürlich abseits der Touristenmassen, denn dann bekommt man erst den venezianischen Charme so richtig zu spüren.

Jedenfalls durfte das Thema "Buch" auch nicht fehlen und da der Film zu "Drei Schritte zu dir" zu dieser Zeit im Kino lief, durfte ein Kinobesuch auch nicht fehlen. Und dazu möchte ich gern jetzt was sagen.

Der Film war echt großartig. Ich hab wirklich ein geweint, weil mich die ganze Geschichte mit der Krankheit und der verbotenen Liebe so berührt hat. Es muss schrecklich sein einem Menschen nicht nah sein zu können, den man mag. Oder auch sein ganzes Leben nach den Therapien und Medikamenten richten zu müssen.

Aber auch wie man mit dem Thema Mukoviszidose umgegangen und das ganze aufbereitet hat fand ich gut. So bekommt man einen realistischen Einblick in den Alltag eines Mukos  und hilft so die Krankheit wieder ins Bewusstsein zu bringen und zu erkennen, wie glücklich wir uns schätzen können gesund zu sein. Und diese Gesundheit nicht aufs Spiel setzen sollten.

Begeistert war ich aber auch von den Schauspielern. Besonders von Cole Sprouse und Moises Arias. Ich bin als spätes Kind der 90er mit ihnen und den Serien, bei denen sie mitgewirkt haben, quasi aufgewachsen und jetzt hauen sie mich gemeinsam mit den Rollen Will und Poe vom Hocker. Einfach toll. Aber auch wie gut sich Hailey Richardson und Cole Sprouse verstehen, hat man bei ihren Szenen auch gemerkt. Aber auch wie wichtig sie das Thema Mukoviszidose nehmen.

Ich freu mich wahnsinnig auf die DVD, die im Dezember erscheint und wird mich sicher wieder ergreifen und aufwühlen. Aber definitiv mein Highlight of all time. Hat sogar "Ein ganzes halbes Jahr" vom Thron gestoßen.


Quelle  3.8.2019;12:02

Samstag, 27. Juli 2019

[Rezension] Nullsummenspiel















Titel: Nullsummenspiel
Verlag: Heyne Verlag
Autor: S.L. Huang
Seitenanzahl: 432 Seiten
Preis: 11,30€ (österr. Preis Verlagsseite) 
Quelle
Klappentext:

Eine junge Frau mit dem speziellen Talent alles was sie sieht in Gleichungen zu verwandeln und diese Information für sich zu nutzen. Besonders in schwierigen Situationen, wo es erforderlich ist in wenigen Sekunden eine Entscheidung zu treffen.

Cas Russel liebt die Mathematik und ist besonders gut in dem Job Dinge zu beschaffen. Doch ihr nächster Fall verlangt ihr alles ab. Sie legt sich auch mit einem Gegner an, der ihr zu stark zu seien scheint. 

Charaktere:


Cas Russel hat eine Gabe. Überall begegnen ihr Zahlen, Gleichungen und alles was zur Mathematik gehört. Sie ist ein wahres Genie auf diesem Gebiet. Das macht sie auch so Besonders für ihre Klienten. Sie findet alles und jeden und weiß mithilfe von Berechnungen wo sie hin schießen und schlagen muss, damit ihr Gegner k.o. geht.

Interessant finde ich auch, dass sie nur einem Menschen vertraut und das ist Rio. Er scheint wirklich gläubig zu sein, aber in seinem Job als „Mädchen für alles für grobe Dinge“ ein furchteinflößender und zu respektierender Mann. Bin gespannt ob man über diese Freundschaft mehr erfährt wenn es mehrere Teile gibt. 


Meine Meinung:


Zunächst möchte ich mich beim bloggerportal und besonders beim Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Für Liebhaber von Spannungsliteratur, Science-Fiction und ein paar Krimielementen ist dieses Buch eigentlich perfekt. Ich selber habe wegen der Art, wie Cas Russel verlorene Dinge wiederbeschafft mich dazu entschlossen mal das Buch anzufragen. Aber auch, weil Cas in diesem Buch mehr aus sich und ihrer Geheimwaffe, der Mathematik, herausholen muss und nicht weiß, wem sie außer Rio noch vertrauen kann. 

Die Handlung gefällt mir auch deswegen so gut, weil je mehr Seiten man liest immer neue Fragen, Verwirrungen und Wendungen auftauchen, die man nicht wirklich erwartet. So stellt sich die Frage: Ist das was der Gegner von unserer Protagonistin tut gut oder böse? Oder kann man das vertreten

Aber auch das Thema Mind Control finde ich in „Nullsummenspiel“ von S.L. Huang wirklich spannend. Man weiß nämlich dann nicht mehr, ob die Handlung der Person die ist, die sie auch wollte, oder ist genau das die Gedankenkontrolle und die Beeinflussung. Das Spannende dabei ist, dass es kein Entrinnen oder eine komplette Immunität gibt.

Den Schreibstil finde ich wirklich toll. Ich habe mich von Anfang an bis knapp zum Ende wirklich amüsiert und gut unterhalten. Vor allem interessant finde ich, wie ausgeglichen die Autorin die mathematischen Fähigkeiten in die Handlung eingebaut hat. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich von den Berechnungen „erschlagen werden“ würde. 

Ziemlich zum Schluss gab es dann aber Szenen, auf die ich besonders achten und nochmals lesen musste. Vielleicht daran geschuldet, dass ich sonst nie im Science-Fiction Genre lese und ich mich einfach überraschen lassen wollte. 

Das Ende wiederum hat mir gut gefallen. Beim Lesen aber auch jetzt beim Ende ist mir aufgefallen, dass viele Fragen eigentlich noch nicht beantwortet wurden. Daher wäre es nur logisch, dass S.L. Huang mit „Nullsummenspiel“ eine Reihe begonnen hat. 

Ich finde das Buch wirklich gut und spannend. Sollte zumindest in jedem mit Science-Fiction beladenden Bücherregal stehen.



Fazit:


Ein wirklich spannendes Buch. Mein Einstieg in das Science Fiction Genre ist mit „Nullsummenspiel“ wirklich gelungen. Vor allem finde ich dieses Buch als Einstieg passend, weil es nicht rein Sci-Fi ist. Ob ich weitere Bücher aus diesem Genre lesen werde, ist noch offen, aber wenn aus Cas Russel eine Reihenprotagonistin wird, bleibe ich an ihr fix dran.


Ich gebe 4 Herzen.








                                                         
                                           

Montag, 8. Juli 2019

[Rezension] Der Alte muss weg















Titel: Der Alte muss weg
Verlag: Heyne Verlag
Autor: Carla Berling
Seitenanzahl: 317 Seiten
Preis: 10,30€ (österr. Preis Verlagsseite) 
Quelle
Klappentext:

4 Frauen, ein unzufriedenes Leben und ein Abend beim Frauenstammtisch = Mordplanungen.
Jedes Mittel ist ihnen Recht, um aus dem öden Alltag zu entkommen und sich ihren Männern zu entledigen.
Begleitet Steffi, Elfie, Babette dabei wie sie versuchen ihren Plan in die Tat umzusetzen. Spaß garantiert. 

Charaktere:

Wie schon oben erwähnt, fand ich die Mischung der unterschiedlichsten Charaktere wirklich interessant. Es heißt ja nicht umsonst „Gegensätze ziehen sich an“. Sei es in der Liebe oder auch in der Freundschaft.
Weiters erwähnt habe ich, dass ich mit Steffi, der Protagonistin nicht ganz so dicke geworden bin. Das hat den Grund, dass sie zum einen ihren Mann loswerden wollte, aber auf der anderen Seite an die Decke ging, weil er spät nach Hause gekommen ist oder im Wohnzimmer geschlafen hat. So halt wie es eine Ehefrau tut, die glaubt hintergangen worden zu sein. Für mich irgendwie konfliktär. Entweder will ich mich trennen oder ich geh an die Decke. Aber ich bin da glaub ich ticke da ein wenig anders.


Meine Meinung:



Zunächst einmal ein herzliches Dankeschön an den Heye Verlag für die Überraschungspost. Diese Überraschung ist euch echt gelungen.

Ein paar Frauen, ein Abend im Brauhaus, Klatsch und Tratsch vom aller feinsten und ein wenig Alkohol so stell ich mir einen ordentlichen Frauenstammtisch vor. Nicht so bei Steffi, Babette, Zita und Elfie, denn was zunächst als normaler Stammtisch begann, entwickelte sich bei später Stunde zu einem Mordplanungstreffen. Nämlich alle, ausgenommen Singlefrau Zita, wollten ihre Männer loswerden ohne auf Haus und fette Lebensversicherung verzichten. Die Mission „Der Alte muss weg“ beginnt...

Wir begleiten die Vorbereitungen aus der Perspektive von Steffi, die sich ihrem Tom entledigen möchte. Nach 30 Jahren Ehe hat sie vor allem vom Alltag die Schnauze voll. Zumindest von dem Faible für Kreuzworträtseln, den unbefriedigenden Liebesleben und dem festgefahrenen Ablauf der Woche. 

Normalerweise bin ich ja ein Fan von Perspektivwechseln, aber hier fand ich diese fixe Perspektive ganz gut. Zumal die Autorin auch so viel von den anderen Frauen erzählt hat. Wobei ich aber sagen muss, dass mir Steffi nicht auf Anhieb sympathisch war und auch nicht zu meinen beliebtesten Protagonisten gehört. 

Den Schreibstil fand ich zum Großteil locker und auch amüsant vom Sarkasmus her. Mein absoluter Favorit hier ist der Kölner Dialekt. Mit keinem anderen deutschen Dialekt (die ich bis jetzt kenne) verbinde ich so viel Humor, wie mit dem Kölner. Hier hab ich wirklich gelacht. Ich konnte mir dabei Elfie richtig gut vorstellen.

Aber generell finde ich die Mischung der Frauen ganz gut. Man nehme nur eine graue Maus und eine, die den Spitznamen „Betten-Babettchen“ mehr als verdient hat als Beispiel. Die Autorin ging hier wirklich von einem Extremen Fall zum anderen. Kein Wunder, dass diese Frauen so gut befreundet sind. Das hat mir gut gefallen.

Aber jetzt generell zurück zum Buch. Ich fand das Buch schon humorvoll und reizend, aber ich muss gestehen, dass ich schon witzigere Bücher, bei denen ich mehr gelacht habe, gelesen hab. Es gab Stellen an denen ich das Buch zurücklegen und mal was anderes tun musste, weil mich die Geschichte grad nicht wirklich packen konnte. Zumal es echt schade ist, weil mir der Klappentext, das Cover und besonders der Titel wirklich Lust auf das Buch gemacht haben. 

Vielleicht war mir das Buch auch ein wenig zu rund. Ich stell mir gerade ein Meer vor. In diesem Meer sind die Wellen immer gleichmäßig klein und schlagen niemals oder nur in minimalen Schwankungen aus. Genau diese extreme Welle, die einen nochmals packt und zum Innehalten zwingt, hat mir hier gefehlt. Wirklich schade.

Aber ansonsten war „Der Alte muss weg“ ein passables Buch.


Fazit:


"Der Alte muss weg" ist ein kurzweiliger Roman, der Hochs und Tiefs hatte. Ich hab das Buch geliebt aber dann auch später verflucht. Vielleicht war er auch nicht der richtige Roman für mich. Ich konnte mich nicht zu 100% darin verlieren.

Ich kann dieses Buch aber jedem Fan der Autorin empfehlen. Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.

Ich gebe 3 Killerherzen.