Ich weiß nicht, wie ich immer noch zu den Büchern von Ayla Dade greifen kann? Wenn ihr meine Rezensionen zu den Büchern aus der „Winter Dreams“ Reihe von ihr gelesen habt, dann wisst ihr, ihre Bücher sind für mich entweder richtig, richtig gut oder treffen meinen Geschmack überhaupt nicht. Dazwischen scheint es für mich nichts zu geben.
In Zeiten, wo gefühlt fast alles ein Revival erhält, sei es Fashion-Trends oder Seriencomebacks, wollte ich auch mal das Buch lesen, das in den 90ern spielt. Als Late 90er Girl, die mittlerweile vermehrt alte Musik hört (hauptsächlich 90er und frühe 2000er), wollte ich einfach „Wanna Be My Lover“ von Ayla Dade lesen. Ich war einfach gespannt darauf, wie die Autorin die 90er Atmosphäre erschaffen und einfangen will.
Ich mach es kurz und schmerzlos. Ich hab das Buch nach ca. 150 Seiten abgebrochen. Für 650+ Seiten, wo mich die ersten 21% nicht packen und für sich einnehmen können, ist mir meine Freizeit einfach zu wertvoll. Es hat bereits damit angefangen, dass ich die Clique, in der sich unsere Protagonistin Ophelia befindet, einfach nicht komplett unterscheiden konnte. Es waren mir für den Anfang einfach zu viele Personen auf einmal. Außerdem ähnelte der Schreibstil stark dem von „Like feathers we fly“. Also schon sehr vulgär und speziell.
Andererseits finde ich die Idee des Buches passend, dafür, dass, wie gesagt, bestimmte Trends wiederkommen. Ich frag mich dann halt, inwieweit das Buch generell Sinn macht. Will man einerseits die heutige Jugend und junge Erwachsene die 90er nahebringen, oder will man mit diesem Buch den Millennials einen kleinen Rückblick in ihre Kind- bzw. Jugendzeit geben.
Wie gesagt, die Idee find ich grundsätzlich richtig cool, wieder mal was von Pokemonsammelkarten und Tamagotchis zu lesen. Die Frage die ich mir dann auch stell ist, haben Studenten eines Colleges auch noch Sammelkarten getauscht? Oder kann man als Befriedigung des inneren Kindes noch gelten lassen? Wenn nicht, haben sich die Charaktere in diesen ersten 150+ Seiten schon sehr kindisch verhalten.
Ich bin auch momentan nicht wirklich der Fan von Büchern, in denen der Charakter oder die Charaktere einen viel zu großen Ballast mit sich rumschleppen, dass man fast in jedem Buch eine zweiseitige Triggerwarnung braucht. Keine Frage, diese Warnungen sind wichtig und richtig. Auch haben mich die angeführten Punkte nicht getriggert, da ich nicht mal so weit gekommen bin, dass sie mich in irgendeiner Weise triggern hätten können.
Jedenfalls hab ich für mich beschlossen, anderen Autoren eine Chance zu geben und von den Büchern der Autorin momentan Abstand zu halten. Auch wenn, deren Cover einfach richtig toll aussehen.
ABGEBROCHEN!
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