Mit „Hope again“ setze ich meine Reise mit der Again Reihe von Mona Kasten fort. Ich hatte mir viel von diesem Buch erhofft, weil es von der der Zusammensetzung der Protagonisten schon etwas Außergewöhnliches ist. In „Hope again“ verliebt sich Everly Penn in ihren Dozenten Nolan Gates. Also eher verbotene Liebe. Dieser Umstand hat mich eigentlich vorzeitig zu diesem Buch greifen lassen und ich muss sagen, dass ich doch ein wenig enttäuscht bin.
Ich bin sowohl von den Charakteren, nein von einem Charakter, als auch vom Plot an sich leicht enttäuscht. Auf Nolan hab ich mich schon seit dem 2. Band gefreut. Er ist glaub ich der Traum jedes Studenten. Einer, der sehr locker im Umgang mit seinen Studenten ist und dabei den Unterricht interessant und vielleicht auch unkonventionell gestaltet. Jemand, der für seine Studenten immer da ist. Jedenfalls freute ich mich auf den Charakter. Ihn fand ich auch in „Hope again“ sympathisch, auch wenn er an sich sehr wenig Szenen bekam.
Mein Problem war Everly. Ich konnte keine wirkliche Bindung zu ihr aufbauen und fand sie die meiste Zeit naiv, kindisch und vor allem egoistisch. Ihre Mutter hat seit Band 2 einen neuen Freund und sie scheint es ihrer Mutter nicht zu gönnen und sieht in jeder Aktion des Freundes, der übrigens eine große Green Flag ist, einen mögliches Problem. Sicherlich liegt es daran, was die zwei Damen in ihrem Leben schon durchgemacht haben. Aber ich bin dann vielleicht der falsche Leser. Ich möchte mich gut unterhalten und klar gehört Drama in gewisser Weise dazu, aber wieso dann immer so viel auf einmal. Selbst Nolan hat sein Päckchen zu tragen, doch auch das wird in ein paar Sätzen erklärt ohne wirklich tief in seine Lebensgeschichte einzutauchen.
Ehrliche Frage: Bekommt man ohne vom Leben gebeutelte Charaktere keine emotionale Verbindung mehr zwischen Protagonisten hin?
Mein „größtes Problem“ mit der Art und Weise des Buches hatte ich jedoch mit einer Sache, die Everly gemacht hat, die ohne, sagen wir, Aufsicht komplett nach hinten los gehen hätte können. Nicht nur, dass Everly das Problem dahinter nicht checkt, als sie von Nolan konfrontiert wird, nein, die Autorin handelt für mich diesen Missbrauch innerhalb von gefühlt zwei bis drei Szenen (Mutter und Tochter beziehungsweise Nolan und Everly) ab. Wieso macht man dieses große Fass auf, wenn es erstens kaum in die Handlung integriert wird und die Konfrontation und Einsicht so schnell abhandelt?
Ganz ehrlich, ich hab noch 2 Bücher offen von dieser Reihe. Bin aber jetzt beim Überlegen, ob ich jetzt nicht doch eine Pause von der Reihe brauch. Das ist mir alles zu viel Drama. Echt verdammt schade, da ich die Maxton Hall Reihe der Autorin geliebt hab.
Ich gebe 2 Killerherzen.

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