Mein Motto ist „Sports Romance geht immer“. Und so hab ich als ich in der Bibliothek meines Vertrauens war, „Winning for Love“ von Tracy Wolff mitgenommen. Das ist der erste Band der San Diego Lightnings, einem American Footballclub.
In diesem Buch haben wir Hunter Browning, der gefeierte Footballstar, der ein Haus sucht und deswegen sich an Emerson Day wendet, mit der er ein kurzes Aufeinandertreffen hatte. Sie, als angehende Immobilienmaklerin, soll für ihn das perfekte Haus finden.
Sagen wir mal so: Mit der „Windy City“ Reihe von Liz Tomforde haben sich meine Erwartungen oder besser gesagt meine Standards sehr nach oben bewegt. Ich denke es wird schwer beispielsweise „Caught up“ zu toppen. So war es auch bei diesem Buch. Es gab aber auch ein paar Sachen, die mir nicht so ganz gefallen haben.
Die Tatsache, dass der Hauptcharakter reich und einflussreich ist und deshalb glaubt, alles bekommen zu müssen, was er gerade braucht, war nicht einmal der Grund. Auch wenn mir die Art und Weise, wie die Protagonisten in diesem Sub-Genre meist porträtiert werden, einfach ab und zu richtig nervt. Einfach, weil es immer das Gleiche ist und ab und zu echt nicht gut gemacht ist.
Viel mehr hat mich das Timing gestört. Emerson und Hunter kannten sich kaum drei Tage lang und schon wurde das gesamte Repertoire aus Liebesbeziehungen gezogen. Er liebt sie nach drei Tagen bereits, kauft ihr schnell mal einen neuen Wagen, weil er nicht mitansehen kann, wie sie mit einer alten Kiste fährt. Stellt sie in dieser Zeit schon seiner Familie vor. Also alles sehr schnell abgehandelt und vor allem schnell mal viel Spice. Dadurch bekamen die Protagonisten einfach keine emotionale Tiefe. Ich verstand daher nicht, was der jeweils andere an dem gegenüber gefunden hat.
Dafür, dass das eine Trilogie um das Team der San Diego Lightnings ist, kommen die anderen beiden Charaktere aus den Büchern auch recht wenig vor. Dieses Familien- oder Teamgefühl, das beispielsweise bei den Büchern von Liz Tomforde ist, entsteht hier einfach nicht. Mitunter aufgrund der Geschwindigkeit der Handlung.
Generell ist es aber so, dass ich dennoch gut und schnell durchgekommen bin. Der Schreibstil war dementsprechend gut. Also für jemanden, der schnell mal etwas Lockeres mit wenig Komplexität braucht, wär hier genau das meine Empfehlung.

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