Ich hab’s endlich gelesen. Das Buch mit jenem Charakter als
Protagonisten, auf den ich schon die ganze Zeit gespannt war. Rio DeLuca aus
der Windy City Reihe. Nach “Caught up“ und „Play along”, zwei absolute Highlights,
hatte es “Rewind it back” definitiv schwerer. Und leider wurden meine Erwartungen an das
Buch nicht zur Gänze erfüllt.
Angefangen hat alles damit, dass ich in dieses Buch nicht so leicht reinkam, wie bei den Vorgängern. Irgendwie hatte ich eine bestimmte Vorstellung, wie Rio DeLuca zu agieren vermag. Nicht zuletzt wegen der Vorgängerbände, wo man den Eishockeyspieler von seiner Art her bereits kennen und lieben lernen konnte. Nur das Problem war, dass meine Vorstellung nicht ident mit der Art und Weise war, wie sich der Protagonist ZUNÄCHST (Betonung auf zunächst) gegeben hat. Auch Hallie konnte mich nicht ganz von sich überzeugen. Das blieb auch mehr oder weniger das ganze Buch überhinweg so. Mit Miller oder Kennedy ist halt schwer mitzuhalten.
Die Idee, wie das Buch aufgebaut ist, hat mir gut gefallen und wurde auch richtig gut umgesetzt. Dennoch waren meine ersten Gedanken nach ungefähr 30% des Buches: „Was liest du da? (checke das Cover) Es ist ein Liz Tomforde Buch“. Für mich war nämlich auch der Schreibstil zunächst nicht gut. Zumindest nicht so gut, dass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Zum Vergleich „Caught up“ hab ich 2 Tage gebraucht. „Play Along“ hatte ich in 3 Tagen durchgelesen. An „Rewind it back“ hab ich insgesamt 10 Tage gelesen. Es hat einfach nicht gematcht.
Versteht mich nicht falsch, lesen ist kein Wettbewerb und jeder Autor und jede Autorin schreibt mal ein Buch, das vielleicht grad mal aus der Reihe tanzt und einem nicht zu 100% vom Hocker haut. Ich bin absolut fein damit. Dass es aber ausgerechnet „Rewind it back“ sein soll, tut mir leider ein bisschen weh.
Zumindest war das der Stand bis zirka 60% des Buches. Lang hat’s gedauert, aber ich blieb hartnäckig, denn ich wusste, was Liz Tomforde kann. Ich weiß zwar nicht, was die Autorin dann geändert hat, aber danach zeigte sich der Rio, den ich mir in diesem Buch gewünscht hab. Die grünste Green Flag, die es in diesem Buchuniversum gibt. Abgesehen von Ryan Shay. Ab da mochte ich die Tiefgründigkeit des Plots, die Familienessen, von denen ich immer schwärme und einfach den Schreibstil, der es möglich macht, dass die Windy City Reihe zu meinen absoluten Lieblingsreihen gehört.
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