Sonntag, 31. Mai 2026

[Rezension] Die Begnadigung

 



Titel: Die Begnadigung
Verlag: Heyne Verlag
Autor: John Grisham
Seitenanzahl: 480 Seiten
Preis: 12,00 €  

Klappentext:

Die letzte Amtshandlung des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist die Begnadigung eines berüchtigten Wirtschaftskriminellen. Joel Backman war bis zu seiner Verurteilung einer der skrupellosesten Lobbyisten in Washington. Niemand weiß, dass die umstrittene Entscheidung des Präsidenten erst auf großen Druck der CIA zustande kam. Eine brisante Geschichte aus dem Zentrum der Macht, die nicht vom Weißen Haus, sondern von einem unkontrollierbaren Staat im Staate ausgeht.



Meine Meinung:

„Begnadigung“ ist nach Jahren der Abstinenz und der 2 Kurzgeschichten, die ich gelesen hab, wieder mal ein Justizkrimi von John Grisham. Wie ihr vielleicht noch erinnern könnt, hab ich 2021 mehrere Bücher des Autors geschenkt bekommen und die möchte ich jetzt endlich mal lesen.

In John Grishams „Die Begnadigung“ geht es um den Wirtschaftskriminellen Joel Backman, der eine Begnadigung erhalten hat, aber nicht so genau weiß, wieso. Die oberste Instanz hat da so ihre Gründe und mit der Freilassung beginnt so ein kleines Machtspiel gefolgt von einem Katz und Maus Spiel.

Mit dem Schreibstil von John Grisham muss ich auch nach all den Jahren noch warm werden. Ich kann’s nicht genau beschreiben, aber diese Trockenheit (ohne viel Drama, Spannung etc.) ist für mich gewöhnungsbedürftig. 

Aber überraschenderweise hat mich dieses Buch sehr für sich einnehmen können. Nicht zuletzt wegen dem Plot, den sich der Autor da ausgedacht hat. Backman bekommt eine neue Identität und muss in Italien untertauchen. Mithilfe der CIA. Aber welche Ziele verfolgt die Organisation dabei? Das fand ich zum einen sehr interessant, weil ich mir da dachte, inwieweit könnte das der Realität entsprechen und was ist alles Fiktion? Andererseits bekommt der Leser hautnah mit, wie Backman mit seiner neuen Identität kämpft und mit der neuen Sprache, die er lernen muss, hadert. Und natürlich la dolce Vita.

Apropos dolce vita. John Grisham gibt uns in diesem Buch auch Einblick in die italienische Kultur. Die Sprache, die Architektur und Sehenswürdigkeiten - von der ich gern ab und zu ein wenig weniger gehabt hätte - die Esskultur und vieles mehr. Das war auch eine gute Idee und hat mir schon recht gut gefallen. Man lernt, genauso wie Backman, Italien in seinen Grundzügen mit den Do's and Don'ts kennen. 

Allerdings fand ich das Ende auch ein wenig mau. Es wurde sehr viel auf Zufall aufgebaut und schien sehr konstruiert. Das fand ich nicht ganz so toll. Da hätt ich mir eine andere Art des Endes gewünscht. 


Fazit:

Aber ich freu mich, dass ich euch „Die Begnadigung“ von John Grisham empfehlen kann, weil es bis auf den Schluss wirklich ein spannender Krimi war. Gerne mehr davon. Ich empfehle das Buch allen Grisham Fans und jeder der keine blutigen Thriller mag. Außerdem empfehl ich das Buch auch an jeden, der nebenbei ein wenig Italien kennenlernen möchte. 

Ich gebe 4 Killerherzen. 






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