
Mit „Shield of Sparrows“ von Devney Perry habe ich für mich eine kleine literarische Reise gemacht. Dieses Buch ist nämlich dem Genre Fantasy und dem Sub-Genre Romantasy zuzuordnen und ich bin absolut kein Leser dieses Genres. Nach dem Buch allerdings wäre dieses Genre mal eine Überlegung wert. Und das Dank eines Buchclubs.
In „Shield of Sparrow“ sind wir in Calandra, das aus 5 Königreichen besteht. In dieser Welt leben Menschen aber auch Monster, die das Leben in den Königreichen schwer machen. Um Frieden und Allianzen mit den anderen Königreichen zu haben, werden die Nachkommen der Könige verheiratet. So auch Odessa von Quentin mit Zavier vom Königreich Turan. Mit dem Unterschied, das für die Allianz ihre Schwester Mae als Braut von ihrem Vater angedacht war.
Ich hatte keine großen Erwartungen und hab mich ehrlich gesagt nur von der Geschichte treiben lassen. Zu keinem Zeitpunkt habe ich erwartet, dass das so spannend und vor allem lustig wird.
„Shield of Sparrows“ ist eine Enemies to Lovers Story, die verdammt gut gemacht ist. Es gibt viele verbale Auseinandersetzungen und Schlagabtausche, dass ich das Gefühl hatte „ja, so soll Enemies to Lovers“ sein. Außerdem kommt der Love Interest immer dann ins Bild, wenn Odessa es am wenigsten erwartet oder eher benötigt und das führt in der Regel zu sehr lustigen Momenten.
Bei einer Seitenzahl von mehr als 600 Seiten kann man auch schon von Slow Burn ausgehen. So auch hier. Manchmal ist es dann aber leider so, dass das Timing nie so richtig passt. Entweder passiert es alles zuuu langsam oder man rennt ab einer gewissen Szene durch die Liebesgeschichte. Hier allerdings war ich mit dem Slow Burn einfach nur glücklich. Es hat für mich einfach Sinn ergeben. Also den Liebesgeschichtenanteil von diesem Buch hab ich geliebt.
Der für mich am interessantesten war aber jener mit dem Fantasyanteil, weil ich schauen wollte, wie mir die Art von Bücher gefällt. Aber auch hier hat mich Devney Perry überzeugt und abholen können. Die Monster, die unterschiedlichen Bündnisse der Königreiche, die Magie. Auch gilt es in Bezug auf die Monster auch ein Mystery zu klären, was für mich das Ganze auch spannend macht. So freu ich mich ehrlich gesagt schon auf Band 2 (Rites of the starling).
Hab nichts auszusetzen. War ein wirklich unterhaltsames Buch. Kann ich nur empfehlen. Sowohl auf Deutsch als auch im englischen Original. Bis auf ein paar Wörter aus dem Fantasy Bereich hab ich keine allzu großen Probleme mit dem Englischen gehabt. Auch wenn man nicht alle Wörter sonst versteht, kann man das Ganze schon aus dem Kontext erlesen.
Ich kann nicht mehr sagen. Ich gebe meinen Pageturner.

Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenFreut mich sehr dass dir das Buch so viel Spaß gemacht hat! Bei Romance oder der Einteilung halte ich mich auch sehr zurück. Da hab ich in der Vergangenheit einfach zu viel gelesen, das mir zu kindisch oder klischeehaft war - dadurch verpasse ich aber auch leider gute Bücher, bei denen die Romance gut integriert ist und auf gute Weise funktioniert. Hier scheint das ja so zu sein :)
Ich lese ja viel Fantasy eben weil ich fremde Welten kennenlernen möchte, die vielen Ideen und Konstellationen von Magie, der Struktur der Welt, phantastischen Kreaturen ... das ist so eine große Spielwiese an Möglichkeiten und wenn es gut geschrieben ist kann man da einfach perfekt eintauchen.
Es hört sich super an und schön, dass du dieses Genre jetzt durch den Buchclub "entdecken" konntest und vielleicht mehr ausprobierst!
Liebste Grüße, Aleshanee
Guten Morgen Aleshanee,
Löschenhab das 2. Buch auch schon gekauft. Es kann also demnächst weitergehen. So ganz versteh ich die Abgrenzung zwischen der Fantasy und Romantasy nicht. Ab welchem Prozent Liebesanteil gehört ein Buch zu Romantasy?
Das mit dem Ausprobieren kann ganz gut möglich sein. Mir hat der Austausch schon sehr viel Spaß gemacht.
LG Lisa
Joa, genau das ist die Frage :) Mittlerweile wird ja überall "Romantasy" drauf geschrieben, weil darauf eben viele anspringen. Inwieweit dann da tatsächlich Romance drin ist und auf welche Art weiß man halt vorher nie genau.
LöschenWas echt schade ist, denn ich verpasse dadurch sicher einige gute Fantasy Geschichten.
Ich persönlich mag es nicht so gerne wenn die Liebesgeschichte im Vordergrund steht, oder wenn die Liebesbeziehung kitschig ist, oder von "heißen Typen" die Rede ist oder "wohldefinierten Muskeln". Ich kann diese Phrasen einfach nicht mehr lesen ;)
Für mich ist es deshalb echt schwer auszuwählen, was ich auf die Wunschliste packe, weil eben überall Fantasy-Romance oder Romantasy draufsteht und ich nicht weiß, wie das ganze rüberkommt und welchen Anteil die Liebe hier tatsächlich hat.
Du hast ja geschrieben, es ist eine "Enemies to Lovers Story" - und bist sehr auf diesen Teil des Buches eingegangen. Mich interessieren hier dann eher die "Monster", die Ideen dazu, das Magiesystem oder überhaupt die Intrigen oder Bündnisse rundherum... oder die Tiefe der Charaktere. Wenn dann Liebe dazu kommt, damit kann ich natürlich schon umgehen :D Aber ich mag das nicht als Hauptfokus.
Liebste Grüße, Aleshanee