
Nachdem die letzten zwei Bücher, die ich gelesen hab, in mir kein Jubelgefühl ausgelöst haben, hab zu einer Reihe gegriffen, dessen Bücher mich sicher unterhalten wird. Ich sprech von der Commissario Brunetti Reihe. Als nächstes stand bei mir daher „Feine Freunde“, der 9. Teil der Reihe aus Italien an. Und mein Gefühl hat mich nicht betrogen, denn diesen Band fand ich wieder richtig spannend.
Diesmal ist Familie Brunetti Teil der Ermittlungen. Besser gesagt: Es gibt Ermittlungen gegen sie. Das Bauamt steigt ihnen auf die Füße und kaum scheint sich der Wind gelegt zu haben, wird ein Mitarbeiter derselben Abteilung tot aufgefunden. Ob das Zufall ist?
Jedenfalls hat mir der kleine literarische Ausflug nach Venedig viel Spaß gemacht. Zum einen beschreibt Donna Leon Venedig einfach so genial, dass man am liebsten die Koffer packen möchte und nach Venedig reisen möchte. Dass man den italienischen Flair und das gute Essen genießen möchte und dabei könnte vermutlich auch das Buch hier als einzige Straßenkarte genügen. So genau beschreibt die Autorin die Stadt und das Leben der Venezianer. Generell finde ich diesen Band als einer der realistischen Bücher bis jetzt. Sowohl was das italienische Lebensgefühl als auch den Fall betrifft.
Zum Fall selbst, der weist anfangs nur leichte Spuren von Spannung auf, entwickelt sich aber zu einem spannenden und unterhaltsamen Krimi. Auch hier sind übrigens wieder zwei Handlungsstränge in Form von Geschehnissen vorhanden, die dann aber wieder einen gemeinsamen Nenner haben und zusammenführen. Hier war es vor allem sehr interessant mitzuraten, ob das weiße Pulver das Motiv darstellen oder es doch in eine komplett andere Richtung gehen wird. Ich für meinen Teil hatte den Täter nicht auf dem Schirm, aber generell passt die Handlung zu dem Titel.
Diesen Fall kann ich nur empfehlen. Ich gebe 5 Killerherzen.

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