Montag, 27. Juli 2026

[Rezension] Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

 



Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Verlag: Penguin Verlag
Autor: Jonas Jonasson
Seitenanzahl: 432 Seiten
Preis: 14,00 €  
Klappentext:

Allan Karlsson lebt in einem Altersheim und wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die Lokalpresse auf das große Spektakel vorbereiten, hat Allan ganz andere Pläne: Er verschwindet an seinem 100. Geburtstag – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, schließlich hat er schon in jungen Jahren die gesamte Weltpolitik durcheinandergebracht und so manches Abenteuer erlebt ...


Meine Meinung:

„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ ist wohl das schrägste Buch, welches ich jemals gelesen hab. Es ist auch mitunter das einzige Buch, wo ich bis jetzt nicht genau weiß, wie ich das bewerten soll. Aber here we go.

Kurz um, es geht um einen 100-jährigen Mann, der zu seinem Geburtstag einfach keinen Bock auf diese Feier, politisches Erscheinen und den ganzen Trudl hat und einfach mal aus dem Fenster seiner Altersheimwohnung klettert und – wie der Titel es schon vorweg nimmt – verschwindet. Keiner hat einen wie wo was, aber Allan Karlsson hat einfach seinen Spaß fürs Leben. Nicht nur, weil er da so tolle neue Freunde findet. 

Apropos Spaß, den hatte ich tatsächlich auch. Auch wenn, nicht immer. Das Buch mit Handlungsort Schweden teilt sich in 2 Hälften. Einerseits erleben wir den 100-jährigen Allan auf seinem Abenteuer (nennen wir es mal so), andererseits erfahren wir durch den Vergangenheitsplot viel über Allan selbst und seine Vergangenheit. Wie wuchs der Schwede auf, welche Rolle übernahm er im Krieg und wo führte ihn eine Tätigkeit hin. Das alles erfährt man in diesem Buch.

Und genau mit diesem Vergangenheitsplot hatte ich so meine Probleme. Zunächst fand ich es sehr interessant und auch gut geschrieben. Nach und nach war mir das aber ein wenig zu viel, da seitenmäßig diese Thematik – zumindest für mich- die Überhand nahm. Das fand ich schade und hat mir schon den Lesefluss zerstört. Sodass ich dann schon eine gewisse Zeit mit diesem Buch verbracht hab. Zum Schluss hab ich diese Kapitel, die sich um die Weltpolitik usw. drehen einfach quergelesen oder sogar übersprungen.

Genial oder genialer fand ich den Gegenwartspart. Allan und seine Freunde, deren Zusammensetzung ich übrigens richtig unterhaltsam finde, haben schon bald ihr spannendstes Abenteuer vor ihnen. Aus logischer Sicht schon mal was, wo man sich denkt: „Seid ihr eigentlich komplett gestört? Das kann doch nicht so passiert sein?“ Auf der anderen Seite hilft „Kommissar“ Zufall wieder. Diesmal fand ich ihn aber nicht im Übermaß oder generell störend. Ich hab ihn hingenommen, weil es irgendwie vom Witz her gepasst hat. Mit dem Gegenwartspart hatte ich demnach schöne Lesestunden.

Selbst der Schluss ließ mich schmunzelnd zurück. Beispielsweise, wie einfach alles nach dem Plan von Allan und seinen Freunden aufgegangen ist und die Behörden einfach nur als Trottel dastehen. Herrlich.


Fazit:

Irgendwie merkt man mir meinen Zwiespalt an. Ich mochte nur eine Hälfte des Buches. Eine war gar nicht so meins, dafür das andere einfach nur unterhaltsam. Ich schwanke deswegen zwischen 3 und 4 Killerherzen. 

Es ist halt etwas komplett anderes, als das was ich sonst lese. Ich hab mich entschieden. Ich gebe 4 Killerherzen.








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