Nachdem „Caught up“, der dritte Band der Windy City Reihe ein voller Lesegenuss war und somit ein Jahreshighlight ist, hab ich mich doch sehr auf „Play Along“ gefreut. Dieser behandelt die Liebesgeschichte von Isaiah, dem Bruder des Protagonisten aus Band 3. Dort war er mir auch schon sehr sympathisch. Daher war meine Vorfreude riesig.
Was ich gleich mal loswerden möchte, ist, wie ich diese gesamte Familien- und Freundschaftsdynamik in der gesamten Reihe mag. Ich weiß, ich wiederhol mich immer wieder, aber die ist einfach so gut. Ich würde sehr gerne mal bei einem dieser Familienessen dabei sein.
Zur Geschichte selbst kann ich nur sagen, ich hab das gesamte Buch in nur 2 Tagen gelesen. Wirklich weg gesuchtet. Spannung von Anfang bis Ende. Die Liebesgeschichte von Isaiah und Kennedy, die die Sportmedizinerin des Baseballteams, ist hat mich irgendwie teilweise überrascht. Also, nicht des Tropes wegen, aber Liz Tomforde hat die Protagonistin so gezeichnet und mit einer, sagen wir, Eigenschaft ausgestattet, wie ich sie selten bis gar nicht in anderen Büchern des Genres sehe. Das war sehr erfrischend.
Ich liebe den Schreibstil von Liz Tomforde. War er bei „Mile high“ gut, ist er hier, 3 Bücher, später richtig, richtig gut. Die Autorin schafft es, locker leichte Momente so zu verfassen, dass man sich mit den Protagonisten freut und lacht. Vor allem, weil Isaiah ein Spaßvogel ist. Und dann schafft sie es aber noch, schwere Themen in die Kapitel einzubauen, diese ohne Verlust von Schmerzen und anderen Gefühlen im Schreibstil zu transportieren und dennoch unterbricht sich der Lesefluss nicht. Und erneut passt das Sprichwort: „Don’t judge a book by its cover".
Ich hab definitiv geweint. Mal aus Freude, mal aus Mitleid. Wobei unser Protagonist das vermutlich gar nicht so gern hören wollen würde.
Das Einzige, was mich an diesem Buch gestört hat, war, dass der Protagonist ab und zu gegenüber Kennedy so einen typischen Spruch auf Lager hatte. Ich dachte mir so: „Was hast du da gerade gelesen?“ Isaiah sagt im englischen Original sowas wie: „Let’s go, my wife“. Finde ich nicht schlimm, weil es ist ja seine Frau. In der deutschen Übersetzung wurde aber aus „my wife“ „mein Weib“. Ich meine hackt's noch? Klar, der Protagonist ist offiziell ein Playboy und hat immer einen flotten Spruch auf Lager, aber ich bezweifle stark, dass er „mein Weib“ sagen würde. Wer das abgesegnet hat, hat definitiv ne Schraube locker. Der Ausdruck würde vielleicht passen, wenn wir in der entsprechenden Zeitepoche wären, aber in 2025 für mich ein No-Go.
Also kurz um: Ich hab anscheinend eine Schwäche für die Rhodes Brüder, denn dieses Buch ist definitiv auf Platz 2 der gesamten Reihe. Ich bin jetzt nur gespannt, was ich zu Rios Geschichte sagen werde, denn ich muss immer grinsen, wenn er sich darüber dramatisch beschwert, dass er der letzte Single dieser Freundesgruppe ist. Jetzt ist seine Zeit endlich gekommen.
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