Samstag, 14. März 2026

[Rezension] In Sachen Signora Brunetti

 



Titel: In Sachen Signora Brunetti
Verlag: Diogenes Verlag
Autor: Donna Leon
Seitenanzahl: 320 Seiten
Preis: 15,00 €  




Klappentext:

Es beginnt mit einem Telefonanruf am frühen Morgen. Im kühlen venezianischen Frühdunst ist ein Akt von Vandalismus verübt worden. Bald allerdings muss Commissario Brunetti feststellen, dass der Täter kein kleiner Ganove ist. Am Tatort wartet auf die Festnahme keine andere als Paola Brunetti, seine Frau.



Meine Meinung:

Es wurde wieder Zeit mich auf die Reise nach Venedig zu begeben. Ich habe „In Sachen Signora Brunetti“ von Donna Leon gelesen. Das ist übrigens der 8. Band der Commissario Brunetti Reihe. Auf diesen Band war ich schon sehr gespannt, weil in diesem Band Paola Brunetti diesmal in den Fokus von Ermittlungen gerät. Ausgelöst durch einen Akt von Vandalismus, den sie begangen hat. 

Mich hat das Buch gut unterhalten. Aber ein absolutes Highlight ist es nicht, da ich zu Beginn Probleme mit der Aufteilung des Buches hatte. Zu Beginn des Buches muss sich Brunetti mit einem Bankraub herumschlagen. Dazu kommt dann der Vandalismus Akt, den seine Frau gemacht hat, wo er versucht die Wogen zu glätten. Für mich erschloss sich die Notwendigkeit eines Nebenfalls nicht, wo doch der Fall des Vandalismus und die späteren Ereignisse, die ich jetzt nicht nennen möchte, wegen Spoilergefahr, vollkommen für dieses Buch gereicht hätten.  

Auch, wenn der Switch des Fokus für mich gut gewählt war, fand ich die Bedeutung des Nebenfalls und die Richtung, die die Handlung damit genommen hat, nicht zu 100% gut. Für mich las sich das so wie zu gewollt. Was ich natürlich schade sehr schade ist.

Nichtsdestotrotz hab ich es wieder genossen in Venedig zu sein, inmitten der gesamten Charaktere angefangen bei Elletra Zorzi, Paola Brunetti bis hin zu Lorenzo Vianello. Ich lieb es längerfristig die einzelnen Dynamiken sei es die der Familie oder aber die berufliche mitzuverfolgen.

Außerdem hat Donna Leon einen sehr für sich einnehmenden Schreibstil. Man fliegt nur so durch die Seiten. Wohl auch dem Buchformat des Diogenes Verlag geschuldet, aber trotzdem immer wieder ein Genuss. Auch wie sie die gesellschaftlichen Themen, wie die Rolle der Frau in den modernen Ehen oder aber auch den italienischen Alltag in der Lagunenstadt in die Bücher spielerisch und oftmals witzig einbaut.



Fazit:

Was die Bewertung betrifft, bin ich zwiegespalten. Ich schwanke zwischen 3 und 4. Das Ambiente und alles rundherum hat mir wieder richtig viel Spaß gemacht und gut gefallen. Der Fall an sich war aber nicht ganz so meins. Der Fairnesshalber muss ich wohl diesem Band 3 Killerherzen geben. Freu mich aber schon auf den nächsten beziehungsweise die Verfilmung dieses Bandes mir anzuschauen.




5 Kommentare:

  1. Liebe Lisa

    Wie schön, dass du wieder in Venedig unterwegs warst. Schade, dass dich dieser Band nicht komplett überzeugen konnte, aber ich verstehe deine Kritikpunkte. Mir persönlich hat so richtig gut gefallen, dass Paola Brunetti zum ersten Mal viel "Sendezeit" bekommt, dass sie als Figur sehr eigenständig ist, ihre politischen Ansichten (für diese Zeit in Italien sehr modern) ernst genommen werden und viel Raum bekommen. Gleichzeitig erinnere ich mich, dass mir der Venedig-Charme ein wenig zu kurz kam und das mir der Fall insgesamt ein wenig zu langsam erzählt war. Also auch bei mir war das Buch kein Highlight. Aber bei so vielen Bänden können ja nicht alle überragend sein.
    Hier kannst du sonst noch stöbern: https://samtpfotenmitkrallen.blogspot.com/2023/06/rezension-in-sachen-signora-brunetti.html

    Alles Liebe
    Livia

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    1. Hallo Livia,

      da bin ich auch deiner Meinung. Das kommt ja schon in den Vorgängerbänden rüber, dass Paola einen für die Zeit moderne Denkweise hat. Aber sie war generell erfrischend.

      Bei einer Reihe mit 30+ Bänden dürfen ruhig ein paar Bände aus der Reihe tanzen.
      Werde mal bei dir vorbeischauen. Weißt du noch, wann du den ersten Brunetti gelesen hast? Würde mich interessieren.

      Liebe Grüße Lisa

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    2. Liebe Lisa

      Brunetti habe ich mit 15 Jahren (das müsste Sommer 2007 gewesen sein) bei meiner Tante entdeckt. Ich habe bei ihr im Café gearbeitet und "musste", weil ich noch so jung war, mittags/nachmittags immer längere Pausen machen. Um diese zu überbrücken habe ich mich aus ihrem Bücherregal bedient und einige Brunetti-Romane mitten aus der Reihe gelesen. Diese durfte ich dann auch behalten und ich denke, dass irgendwann noch einige weitere Romane von einer Nachbarin dazugekommen sind. Erst vor einigen Jahren entschied ich mich dazu, die Reihe komplett und chronologisch zu lesen und habe dann im Mai 2022 den ersten Band der Reihe gelesen.

      Obwohl ich mich an die Bände, die ich vor bald zwanzig Jahren gelesen habe, nicht mehr wirklich erinnern kann, habe ich die alle ausgelassen, die bleiben einfach im Regal stehen. Alle anderen Bände lese ich chronologisch.

      Liebe Grüsse
      Livia

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    3. Wow. Was für eine Anekdote. Das klingt nach einer schönen Zeit.

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    4. Oh ja, das war es. Sehr lange und intensive Arbeitstage, frühes Aufstehen, immer auf den Beinen, aber das war einfach nur eine wirklich schöne Zeit.

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