Mittwoch, 28. Januar 2026

[Rezension] The family guest

 



Titel: The Family guest
Verlag: Harper Collins
Autor: Nelle Lamarr
Seitenanzahl: 384 Seiten
Preis: 17,00   













Klappentext:

Als die britische Austauschsschülerin Tanya für ein Jahr bei den Merritts einzieht, hofft die Familie nach dem Tod ihrer ältesten Tochter Anabel auf einen Neuanfang. Doch während Tanya sich schnell einlebt, werden ihre Ähnlichkeiten mit Anabel von Tag zu Tag unheimlicher. Nicht nur, dass Tanya wie Anabel aussieht - was Gastmutter Natalie auf einen Zufall zurückführt -, die junge Frau fängt auch an, wie Anabel zu klingen... Während Natalie nachts im Bett liegt, fragt sie sich zunehmend: Wer schläft wirklich in ihrem Gästezimmer?

Meine Meinung:

Ein Buch, welches ich vor 2 Jahren gekauft hab und leider so lange auf dem SuB vor sich hin vegetiert hat, war „The Family Guest“ von Nelle Lamarr. Die Merritts, eine Familie aus der amerikanischen Oberschicht, erhält für 1 Jahr Besuch von einer britischen Austauschschülerin namens Tanya. Wie es sich für einen Thriller gehört, ist sowohl bei Tanya als auch bei der Familie selbst mehr Schein als Sein.

Die Idee des Buches fand ich richtig, richtig gut. Man weiß ja manchmal wirklich nicht, wen man als Au-pair oder als Austauschschülerin sich da für 1 Jahr oder länger ins Haus holt. Von dem her war ich sehr gespannt. Nur war die Umsetzung dieses Plots nicht gut. Fast schon unterirdisch. Das Einzige, was mir sonst noch so gefallen hat, war, dass die Geschichte abwechselnd aus Paige, die Tochter, und Natalie, die Gastmutter, erzählt wurde.

Da fangen wir auch schon an. Zu dieser Familie gehören neben Paige und Natalie Matt, der klischeehafteste Amerikaner ever, das 12-jährige Hackergenie Will und der Familienhund. Bis auf Paige und Will fand ich alle schrecklich. So nach dem Motto: Liebe Autorin, wie viel Klischee willst du in deinem Buch? Sie antwortet: Ja! Hart arbeitender Vater, Mutter bleibt zu Hause und schmeißt den Haushalt, ist in diversen Komitees drin, schluckt Tabletten, wie Gummibären und findet es normal beim Kochen eine Flasche Wein auszutrinken. Jedenfalls haben da alle einen Dachschaden. Erinnert mich grad so an das Musikvideo „I ain’t your mama“ von J.Lo. 

Zu Beginn fand ich die Handlung wie gesagt noch gut und auch halbwegs unterhaltsam geschrieben. Der Schreibstil des Buches ist recht schlicht und nicht besonders abwechslungsreich, lässt sich aber an sich flüssig lesen. Aber mit Verlauf des Buches fand ich den Schreibstil auch nur mehr so lala. Zum Schluss hab ich das Buch zum größten Teil quer gelesen. Mir gingen da mehrere Sachen auf den Wecker. Paige ist Veganerin und wenn man das ein- bis zweimal erwähnt ist nicht schlimm, aber bei jedem Familienessen wurde darauf hingewiesen, was die Mutter Veganes für ihre Tochter gekocht hat. Oder jedes Mal sagte die Mutter „Oh hey, Dear“. Kann man das dann nicht auch übersetzen, wenn man jeden anderen Dreck auch übersetzt? Ich weiß nicht, ob das so gehört oder nicht, jedenfalls wurden 2 Vereine, bei denen sich die Mutter engagiert, erwähnt. Die Abkürzungen passen zur englischen Schreibweise, die ausgeschriebene Variante war aber auf Deutsch. Da hast du z.B. FAFAK und das bedeutet „Freie Kunst für missbrauchte Kinder“. Warum nicht „Free Art for abused kids“ oder so?  Wisst ihr worauf ich hinaus will? 

Jedenfalls zweifle ich, dass dieses Buch jemals ein Lektorat oder Korrektorat gesehen hat, weil dieses Buch ist kein, wie angepriesener Psychothriller, sondern ein Drama hoch 10. Es gab zwar ein paar Wendungen, die unvorhersehbar waren, aber die gesamte Handlung wurde zum Schluss hin einfach nur mehr Wirr und komplett unlogisch. Abgesehen davon ist dieses Buch im Nachhinein auch kein Buch für Thrillerleser. Ich hätte es sonst für Anfänger empfohlen, aber so kann ich das Buch überhaupt nicht empfehlen. 



Fazit:

Kurz um: Bis jetzt das schlechteste Buch in 2026. Aber viel mehr kann man das glaub ich nicht toppen.

Ich gebe 2 Killerherzen für eine gute Idee und zu Beginn unterhaltsame Story.






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