Sonntag, 11. Januar 2026

[Rezension] Die Schwester

 



Titel: Die Schwester
Verlag: Goldmann Verlag
Autor: Joy Fielding
Seitenanzahl: 464 Seiten
Preis: 10,90   













Klappentext:

Caroline Shipley ist eine glückliche Mutter von zwei kleinen Mädchen. Doch dann wird ein Ferienaufenthalt in Mexiko zum Albtraum ihres Lebens, denn ihre zweijährige Tochter Samantha wird aus der Hotelsuite entführt. Alle Bemühungen, das Kind zu finden, sind vergebens. Carolines Ehe scheitert schließlich daran, und obwohl die Jahre vergehen, leidet sie noch immer unter ihren Schuldgefühlen. Da erhält sie eines Tages den Anruf einer jungen Frau, die behauptet, Samantha zu sein. Caroline steht unter Schock – und wird schließlich mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie von Neuem vor einen Abgrund stellt ...

Meine Meinung:

Mein erstes Buch von Joy Fielding und es wird nicht mein letztes sein. In „Die Schwester“ verschwindet die 2-jährige Samantha aus der Familiensuite eines Resorts in Mexiko. Währenddessen feiern die Eltern ihren 10. Hochzeitstag gemeinsam mit ein paar Freunden in dem Restaurant im Garten. Keiner ahnt, dass dieser Abend ihre ganze heile Welt erschüttern wird. Und dann taucht 15 Jahre später ein Mädchen auf, das vorgibt das verschwundene Mädchen zu sein. Und der Albtraum der Familie Shipley beginnt von Neuem.

Ich sag mal so: Das wahre Leben schreibt oftmals die besten Geschichten, denn vom Plot her erinnert es stark an einen Vermisstenfall aus den frühen 2000er Jahren. Auch dort ist ein kleines Mädchen plötzlich spurlos verschwunden. Die Parallele zu dieser traurigen Familiengeschichte ist mir gleich mal aufgefallen. Nicht zuletzt, weil ich vor ein paar Wochen über den besagten Fall eine Podcastfolge gehört hab. 

Jedenfalls hat mich dieses Buch aufgrund 2 Dingen gecatched. Zum einen der Schreibstil. Der war richtig fesselnd, und ich bin schon ziemlich am Buch geklebt. Ich fühlte mich richtig gut unterhalten. Zum anderen hat es mich interessiert, wie die Autorin dieses Grundgerüst an, sagen wir, Vorlage, für sich beanspruchen und für sie nutzen kann. Die Art und Weise, wie Joy Fielding diese Story weitergesponnen hat, hat mir gut gefallen. 

Außerdem hat es die Autorin geschafft, die Gefühle, die mit diesem Verschwinden einhergehen sehr mitfühlend und packend zu beschreiben. Angefangen bei der inneren Leere der Protagonistin, Caroline, die nicht weiß, wie das Leben weitergehen soll, oder die Wut auf Journalisten, die vor ihrem Haus campen und jeden kleinen Fetzen an Informationen zu einer großen Story aufbauschen. Bis hin zur Dynamik der Familie. Wie sich diese über die Jahre hinweg verändert.

Das Buch setzt am Tag des Verschwindens vor 15 Jahren an und man bekommt einfach viel von diesem Gefühlschaos, Familienchaos, etc. mit, bis wir am Ende nur mehr rein die Geschichte aus der Gegenwartsperspektive erzählt bekommen.


Fazit:

Kurz um: Ich hab diesen Thriller geliebt und kann ihn euch nur empfehlen. Ich gebe meinen Pageturner.




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