Nachdem ich „Herzgrab“ von Andreas Gruber beendet habe, musste ich gleich den Nachfolgeband, der erst vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde, bestellen und lesen.
Der zweite Teil der Herz-Reihe spielt zehn Jahre nach „Herzgrab“ und führt nach Griechenland. Peter und Dino sollen dort eine verschwundene junge Frau finden und wieder nach Hause bringen. Elena hingegen wird beauftragt einen zu Unrecht freigesprochenen Mörder finden, der sich nach Griechenland abgesetzt hat.
Kurz vorab: Ich würde empfehlen „Herzgrab“ vor „Herzfluch“ zu lesen. Da geht es eher um die private Konstellation als um die Fälle.
Wie bei allen Büchern des Autors fällt es mir leicht, in die Geschichte einzutauchen und der Handlung zu folgen. Andreas Gruber hat einen sehr guten detailreichen und flüssigen Schreibstil, sodass man als Leser das Buch kaum aus der Hand legen kann. Man will eigentlich immer weiterlesen.
Richtig gut gefallen haben mir das Teamwork von Dino und Peter sowie das generelle Zusammenspiel aller Ermittler. Die im ersten Band bestehenden persönlichen Meinungsunterschiede und Probleme sind beigelegt, und der Leser wird Zeuge einer richtig guten Zusammenarbeit.
Der Autor ist seinem Konzept aus dem ersten Band treu geblieben und hat die Geschichte in ca. fünf Abschnitten und Perspektivwechseln erzählt. Die Handlung an sich hat mir gut gefallen und mich gut unterhalten. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass Andreas Gruber den Spannungsbogen ab und zu ausbremst. So ziehen sich mehr oder weniger 250 der insgesamt 600 Seiten etwas. Es wird nicht langweilig, aber passiert halt nicht allzu viel.
Sobald die letzten 100 bis 150 Seiten erreicht waren, zündete Andreas Gruber jedoch ein Feuerwerk aus Plot Twists, Action und Spannung. Der Showdown bekommt von mir eine glatte 10 von 10 Punkten, da ist die gute alte Gruber-Manier zu erkennen. Auch wenn ich den Showdown wirklich genossen hab, weil es erstens stürmisch und actionreich hergeht und zweitens richtig gut geschrieben ist, fühlte es sich für mich nicht komplett rund an, wenn sich die Spannung gefühlt von 30% auf 100% hochschießt. Da seh ich aber die Seitenanzahl als Problem an und bin nun sehr gespannt, wie der letzte Teil der Sneijder/Nemez Reihe wird, da der vermutlich bei 800 Seiten haben wird.
Für mich ein richtig unterhaltsamer Thriller von Andreas Gruber, der aber ein paar Schwächen hat. Mr aber dennoch sehr unterhaltsame Lesestunden bereitet hat. Ich gebe 4 Killerherzen.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (siehe Seitenende) und in der Datenschutzerklärung von Google.