Montag, 13. September 2021

[Rezension] Der Weg nach Hause




Titel: Der Weg nach Hause
Verlag: Goldmann Verlag
Autor: Sofia Lundberg
Seitenanzahl: 368 Seiten
Preis: 20,60€ ( Preis Verlag)  





Klappentext:


Es ist Sommer auf Gotland. Viola, die seit jeher auf der Insel lebt, verbringt glückliche Tage umgeben von ihren Töchtern, Enkeln und Urenkeln. Doch ein Anruf aus Paris stellt ihr Leben auf den Kopf. Jahrzehntelang hat sie die Stimme ihrer besten Freundin nicht gehört und jetzt teilt Lilly ihr mit, dass sie sterben wird. Viola steht unter Schock. Denn mit einem Mal sind sie wieder da – die längst verdrängten Erinnerungen an die Vertraute aus Kindertagen. Kurzerhand beschließt Viola nach Paris zu reisen, um Lilly zu suchen. Denn sie weiß, dass sie keinen Frieden finden wird, ehe sie nicht erfährt, warum Lilly damals ohne ein Wort verschwand ...



Meine Meinung:


Ein herzliches Dankeschön an Literaturtest und den Goldmann Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
„Der Weg nach Hause“ ist das dritte Buch von Sofia Lundberg und auch hier kann man sich einen emotional bewegenden Roman erwarten.

Diesmal stehen die beiden Freundinnen Viola und Lilly im Mittelpunkt der Geschichte. Die beiden wachsen gemeinsam auf und verbringen jede freie Minute miteinander. Dennoch sind ihre Leben sehr unterschiedlich. Viola wächst als Einzelkind behütet mit ihren Eltern und Großeltern auf, während Lilly durch einen Schicksalsschlag schnell erwachsen werden muss, um für ihre Geschwister und ihren Vater da und stark zu sein.

Sofia Lundberg nimmt uns einerseits mit in die Vergangenheit (beginnend mit 1948) und lässt uns so hautnah miterleben, wie sich das Leben der beiden im Verlauf der Jahre verändert. Anzumerken ist, und das finde ich eine interessante Idee, weil die beiden durch dieses Ereignis auch immer verbunden sein werden, dass die ganze Handlung jeweils am 12. August geschieht. Anderseits komplettiert sie die Handlung durch eine leicht gebrechliche verwitwete Viola am 12. August 2019.

Den Schreibstil fand ich wieder sehr schön. Schon bei den ersten paar Seiten war ich hin und weg und mochte ihre Beschreibungen sehr gerne. Ich habe die Protagonistinnen wirklich schnell ins Herz geschlossen und auch den Alvin, Lilly Bruder, der im Lauf der Geschichte eher vom Nebencharakter zum erwähnten Charakter wurde.

Allerdings kamen dann ein paar Schwierigkeiten, denn ich kam aus dem Lesefluss heraus. 
Man kann es wie eine Zugfahrt beschreiben, bei der man eine kurze Pause einlegt, aussteigt, sich die Beine vertritt und der Zug dann einfach ohne einen weiterfährt. 
Das heißt irgendwo auf dieser 368-seitigen Reise habe ich für kurze Zeit die Bindung, Sympathie und Mitgefühl für die Charaktere verloren. Die Handlung lief weiter, aber diese Emotion (=Freudentränen, Tränen der Trauer, des Mitgefühls etc.), die ich damals bei „Ein halbes Herz“ gefühlt habe, war auch nicht mehr vorhanden. Was ich da las war schön, aber es berührte mich nicht so. Das fand ich zu diesem Zeitpunkt echt schade.

Zum Glück holten mich die letzten hundert Seiten aber sowas von wieder ab, dass ich tatsächlich auf den letzten Metern ein paar Tränchen verdrückt habe. Die Schluss fand ich wirklich schön, weil dann einfach alle einzelnen Puzzleteile ineinander gegriffen haben und eine schöne Geschichte herauskam.

Ich freu mich, dass das Ruder nochmal herumgerissen wurde und kann euch das Buch empfehlen.

Fazit:

Ein emotionales Buch, welches man gelesen haben sollte. Sofia Lundberg ist auf jeden Fall immer ein heißer Tipp, was schöne Lesestunden betrifft. Für meinen Teil allerdings kommt „Der Weg nach Hause“ nicht an „Ein halbes Herz heran“. Aber dennoch sehr empfehlenswert. 


Ich gebe 4 Killerherzen. 





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