Dienstag, 17. Februar 2026

[Rezension] Wer zuletzt lacht

 



Titel: Wer zuletzt lacht
Verlag: Haymon Verlag
Autor: Wilhelm Kuehs
Seitenanzahl: 336 Seiten
Preis: 13,00   
Klappentext:

Der Tod trägt eine Narrenkappe! Mörderisches Treiben beim Villacher Fasching.
Mord beim Villacher Fasching: Der Bürgermeister gibt den Löffel ab
Während des alljährlichen Faschingsempfangs des Bürgermeisters kippt dieser plötzlich in einen Teller Heringssalat - und ist tot. Der Journalist Ernesto Valenti ist rasch vor Ort. Ebenso wie dem ermittelnden Polizisten Major Steinkellner ist ihm rasch klar: Es muss sich um einen Giftmord handeln.



Meine Meinung:

Ich bin ehrlich. Zu „Wer zuletzt lacht“ von Wilhelm Kuehs hätte ich in der Buchhandlung nicht gleich gegriffen. Der 336 Seiten lange Krimi würde vermutlich neben den anderen großartigen Krimis und Thrillern schon ein wenig untergehen. Gut, dass es den Club LiterAUTur gibt, für den ich dieses Buch lesen durfte. Jetzt erzähl ich, warum ihr bei diesem Buch doch nicht vorbeigehen sollt. 

Mitten in der 5. Jahreszeit, dem Fasching, passiert es. Der Bürgermeister von Villach wird ermordet. Nicht etwa im stillen Kämmerlein, sondern mitten im Getümmel des Villacher Faschings. Es scheint, als würde dieser vergiftet worden sein. Doch wer hat ihn auf dem Gewissen? War es die Ehefrau, die die Affäre des Stadtpolitikers nicht ertragen konnte? Oder hat es doch etwas mit den geplanten Projekten der Stadt zu tun? Und mittendrin der Journalist Ernesto Valenti, der den Fall lösen will und so gar nichts dem Treiben rund um den Fasching abgewinnen kann.

Während seiner Recherche bekommt Valenti, der in diesem Buch schon sehr philosophisch gezeichnet wurde und diverse Dichter zitiert, einiges auf und abseits des politischen Banketts mit. Sei es das private Dreiecksgespann oder die dubiosen Machenschaften im Rotlichtmilieu. Wilhelm Kuehs spannt den Spannungsbogen so, dass stets mehrere mögliche Täter für den Mord in Frage kommen und es nie langweilig wird.

Generell sticht das Buch mehr durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil als durch einen spannungsgeladenen Krimi hervor. Vergleichbar etwa mit Beate Maxians Sarah Pauli Buchreihe. 

"Wer zuletzt lacht" ist einfach ein Lokalkolorit, der die örtlichen, kulturellen und auch die ein oder andere politische Gegebenheiten darstellt. Wobei natürlich nicht alles daran der Wahrheit entspricht. Kurz um: Der Autor, der selbst als Redakteur für Kärntner Zeitungen arbeitet, versteht einfach sein Handwerk. 

Interessant und gut in die Handlung eingearbeitet wurden die „Zeitungsausschnitte“, die Ernesto Valenti in diesem Buch für die Kärntner Tageszeitung geschrieben hat und wie ein roter Faden in den Plot voranbringen.

Kurz um: Ein kurz und knackiger Regionalkrimi, der schöne Lesestunden verspricht. 



Fazit: 

Dieses Buch gehört zur Reihe rund um den Reporter Ernesto Valenti. Ich bin dabei zu überlegen, ob die anderen Bände auch lesen soll. Für den Moment glaub ich nicht. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Für heute gebe ich 4 Killerherzen. 





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