Mittwoch, 31. August 2016

[Secret love] Kapitel 1


Kapitel 1



Seit Tobias mich zum Essen ausgeführt hatte, waren nun 3 Monate vergangen. Nun schien wieder alles perfekt zu sein. Wir hatten uns wieder vertragen, die Vorbereitungen für das Projekt „Thank you Street Friendz" gingen auch schön langsam dem Ende zu und in meinem Leben kehrt somit wieder Ruhe ein.  Das konnte mir eigentlich nur recht sein, denn jetzt begann der angenehme Part der Aktion für die Band "Street Friendz". Das Genießen.

»Bist du fertig zum Gehen, Sarah?«, fragte Natalie. 
»Ja einen Moment noch. Ich brauch noch das Parfüm«, kam die gedämpfte Antwort aus dem Badezimmer.
»Dann beeil dich bitte. Du willst doch nicht beim ersten Konzert gleich zu spät kommen, oder?«

10 Minuten später öffnete sich die Tür des Badezimmers und dadurch schritt ich in meiner Lieblings Hotpants und ihrem rosaroten Trägertop. Zufrieden mit meinem Spiegelbild drehte ich mich um und fragte meine Freundin um ihre Meinung.
»Hinreißend. Genau das richtige um zu feiern.« Sarah deutete eine leichte Verbeugung an marschierte dann schnurstracks zum Autoschlüssel und danach zu ihrem Wagen. 
»Wo ist eigentlich Tobias? Wollte der nicht mitfahren?«, fragte Natalie neugierig.
»Der muss arbeiten. Hat heute nicht frei bekommen. Aber ich bezweifle auch stark, dass ihn dies hier interessiert«, bekam sie von mir als Antwort zurück.
»Ach warum nicht? Er soll einfach stolz auf seine Freundin und ihre Arbeit sein. Du hast ja so hart geschuftet in den letzten Monaten.« Geistesgegenwertig nickte ich. Ich wusste zwar, dass meine beste Freundin recht hatte, doch irgendwie wollte ich es nicht wahrhaben, dass Tobias sich von mir entfernte. Aber war ich nicht selbst schuld daran? Waren diese Monate nicht eine zu große Belastung für unsere junge Liebe gewesen?
»Was machst du jetzt für ein trauriges Gesicht?«, fragte Natalie besorgt?
»Ach es ist nichts. Komm lass uns gehen!«
»Nein. Kann es sein, dass es dir doch etwas ausmacht, dass Tobias deine Arbeit für "Street Friendz" nicht schätzt?«
»Ach komm schon Nati. Du bildest dir was ein.«
»Sarah sei ehrlich, wann war Tobias das letzte Mal so richtig stolz auf dich?« Eine halbe Minute verging.
»Siehst du. Dir fällt nichts ein. Auf die Fanaktion war er jedenfalls nicht stolz und das weißt du.«

»Naja ich brauch doch nicht jeden Tag Bestätigung für das was ich tue. Aber die Aufmerksamkeit, die er mir gegenüber geschenkt hat, war für mich in diesen Monaten wirklich ausreichend.«

»Ausreichend für dich! Aber was ist mit ihm? Ich will dir jetzt nicht zu nahetreten, aber zu einer Beziehungskrise gehören noch immer zwei. Somit auch du.«

»Beziehungskrise? Das ich nicht lache«, spottete ich. Wie konnte sie nur mir so in den Rücken fallen.

»Du kannst die Augen vor der Realität nicht mehr verschließen Sarah.«

Die Worte trafen mich tief ins Herz. Warum war meine Freundin nur so direkt in solchen Dingen? Inzwischen hatten wir uns in der Couch Platz genommen. Keine von uns dachte in diesem Moment an das Konzert.

»Ach komm schon Sarahlein. Blas kein Trübsal und lass uns heute Abend den besten Abend unseres Lebens mit der Band, die wir beide lieben haben. Schnapp dir deine Autoschlüssel und los geht's«, beendete Natalie ihre Predigt. Wiederwillig stand ich auf und marschierte zu meinem Wagen. Zu dieser Zeit wusste ich allerdings nicht, dass sich mit diesem Konzert meine komplette Zukunft verändern würde.



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